18.03.2020

Emotionale Tiefe und "Stärken stärken" in der virtuellen Zusammenarbeit? Ja klar!

Letzte Woche wurde kurzfristig ein Workshop eines Teams in den virtuellen Raum verschoben, und ich bin immer noch hin und weg vom guten Ergebnis und von der gezeigten emotionalen Tiefe bei einigen Themen.Vor allem der Aspekt der Teamentwicklung, bei dem es um das Thema "Stärken stärken" geht, war für mich beeindruckend: Zum Start des virtuellen Workshops wurden alle TeilnehmerInnen von mir aufgefordert, Attribute zu nennen, die man an sich mag bzw. Tätigkeiten, die man gut kann, und damit auch professionelle Kompetenzen hat. Daneben wurden Dinge gefragt, die aus Amateur-Sicht gerne gehandhabt werden: Dinge die man gerne macht, doch auf der Amateursebene und nicht professionell  - wie z.B. Kochen. Damit ist ein toller Einstieg gelungen, über die eigenen Stärken zu sprechen. 


Neben der Bearbeitung der inhaltlichen Themen gab es einen weiteren Agenda-Punkt "Stärken stärken": Zum Start des Themas wurde nach früheren SuperheldInnen gefragt - und wir haben alle noch gute Erinnerungen an diese HeldInnen! Wie nachhaltig diese Bilder doch in uns verankert sind: Sei es Pippi, Batman oder auch die Kindergärtnerin namens Hedwig - alle haben Spuren in uns hinterlassen. 
Diese wiederzuentdecken und die Stärken in uns nachzufühlen, ist hilfreich, um sich auf die eigenen Stärken zu besinnen.
Im nächsten Schritt wurden diese Stärken in Balance gebracht mit dem täglichen Leben - an welchen Stellen lebe ich bereits meine Stärken? An welchen Stellen kann es noch mehr werden? Welche Stärken wären hilfreich dazu? Usw. 
Mit diesem Blick auf den eigenen Alltag wurden erneut Ressourcen sichtbar gemacht, die sich auch auf den beruflichen Alltag übertragen lassen.  Und das gelingt auch im virtuellen Austausch - mit einer emotionalen Tiefe, wenn das entsprechende Vertrauen virtuell aufrecht erhalten wird. Das bedeutet vor allem, Raum für jeden zu geben, um sich mitzuteilen und auch zuzuhören. Ohne zu drängen.